Pilotprojekt · Hybride Softwareentwicklung

Prostate Commander

Windows, Installer ohne Systemeinträge, Auswertung offline
kein Medizinprodukt: ein Entwicklungsnachweis, nicht zur Anwendung am Patienten (Rechtlicher Status).

Prostata-MRT mit KI auswerten, Herde prüfen und korrigieren, die Fusionsbiopsie am Modell durchspielen.

Eine vollständige Fachanwendung – in zwei Wochen „from scratch“ hybrid entwickelt und seither um eigene, lernende KI erweitert. Sie wird nicht vermarktet: Sie ist der Nachweis der Dienstleistung.

DICOM-Ordner oder ZIP ins Fenster ziehen – das Programm erkennt die Sequenzen, umfährt die Drüse mit KI, rechnet die ADC und lässt ein eigenes Herdnetz suchen; jeder Herd trägt seine PI-RADS-2.1-Einstufung. Korrekturen am Bild wirken sofort und bleiben als Lernbeispiel auf dem Rechner. Ergebnis: Multiplanar-Ansicht, Befund mit 3D-Darstellung und Fusionsbiopsie-Simulation.

Beweggrund – Warum gerade dieser Pilot

Als Radiologe mit langjähriger Erfahrung in Software-Engineering und Informatik, der gemeinsam mit einem Urologen Prostata-MR/US-Fusionsbiopsien durchführt, bin ich vor jedem Eingriff mit heterogenen Untersuchungen und Befunden konfrontiert. Sie müssen so bewertet und vermittelt werden, dass alle Beteiligten dieselbe Erwartung haben. Aus genau diesem Ablauf stammen die Anforderungen – kein Konzept vom Reißbrett.

Datenlage

Heterogene Untersuchungen –
erkannt statt erraten.

MRTs kommen von verschiedenen Geräten und Instituten, mit unterschiedlichen Protokollen, fehlenden Serien oder unvollständigen Datenträgern. Das Programm erkennt die Sequenzen selbst, richtet Diffusion und ADC auf die T2 aus, rechnet die ADC aus den gemessenen b-Bildern nach und meldet, was fehlt oder nicht zusammenpasst.

Verständigung

Eine gemeinsame Sprache –
dasselbe Bild für alle Beteiligten.

Wo sitzt der Herd, wie groß ist er, welche Kategorie nach PI-RADS 2.1, wie erreicht ihn die Nadel? Befund mit Begründung, drehbare 3D-Darstellung und die Simulation im Browser machen das unter Fachleuten besprechbar – und eignen sich als Anschauungsmaterial für Lehre und Einschulung.

Tempo

Schnell und verlässlich –
entschieden wird vom Menschen.

Kontur, Herdsuche und Einstufung mit nachvollziehbarer Begründung in Minuten. Jede Ausgabe bleibt ein prüfbarer Vorschlag; was die KI nicht sicher weiß, zeigt sie anders an – die Zeit bleibt für die Entscheidung und das Gespräch.

Nagelprobe

Bewusst anspruchsvoll –
ein Härtetest für agentische KI.

KI-Bibliotheken, eigene an öffentlichen Daten trainierte Netze, Zugriffe auf die Grafikkarte, mehrere Threads, DICOM-Geometrie und eine 3D-Simulation im Browser in einer Anwendung – als Nagelprobe dafür, was ein Fachexperte mit agentischer KI bauen kann.

Rechtlicher Status – Was dieser Pilot ist und was nicht

Aufgabenstellung, Datenlage und Arbeitsschritte sind real und stammen aus der Prostata-MRT-Befundung; die Anwendung rechnet vollständig, erzeugt Befunde und läuft stabil. Rechtlich ist sie ein Entwicklungsnachweis: Für die Anwendung am Patienten fehlt die Konformitätsbewertung.

Kein Medizinprodukt

Keine CE-Kennzeichnung nach Verordnung (EU) 2017/745, keine FDA-Zulassung. Deshalb kein Einsatz in der Krankenversorgung, keine Diagnose, keine Therapie- oder Biopsieentscheidung und keine Abgabe zur klinischen Nutzung – auch nicht unentgeltlich. Kein Ersatz für ein Fusionsbiopsie-System: punktiert wird am zugelassenen Gerät.

Was für einen Einsatz nötig wäre

Zweckbestimmung, Risikomanagement (ISO 14971), Software-Lebenszyklus (IEC 62304), klinische Bewertung, Qualitätsmanagement (ISO 13485) und eine Konformitätsbewertung mit benannter Stelle – nach Regel 11 der MDR realistisch Klasse IIa. Diesen Weg gehe ich gern gemeinsam mit einem Partner, der ihn beschreiten will.

Kontakt für Interessenten

Arbeitsablauf – Von den Bilddaten bis zur Punktionsplanung

Acht Stufen, wie sie am Bildschirm ablaufen. Die gelb umrandeten sind Entscheidungen; darunter steht, was in beiden Fällen geschieht. Ein Klick auf eine Stufe zeigt mehr.

  1. 1
    LadenOrdner oder ZIP mit den DICOM-Daten hineinziehen. Das Programm erkennt die Serien selbst: T2 axial, sagittal, coronal, die Diffusion mit ihren b-Werten, die Hersteller-ADC und die Kontrastmittel-Dynamik.
    vollständig: es geht weiter.
    fehlende Schichten: eine rote Kopfzeile sagt es.
  2. 2
    KI-KonturDas Netz prostate158 umfährt die Drüse, danach verfeinert das eigene Drüsennetz Rand und Grenze zwischen Transitional- und peripherer Zone.
    mit NVIDIA-Grafik: wenige Sekunden.
    ohne: derselbe Rechenweg auf dem Prozessor, nur langsamer.
  3. 3
    Kontur prüfenAngezeigt wird eine glatte Umrandung. Sie ist ein Vorschlag, kein Ergebnis.
    sie sitzt: weiter zur Auswertung.
    sie sitzt nicht: Griffe ziehen – die Rechnung folgt.
  4. 4
    Diffusion und ADCDie ADC wird aus den gemessenen b-Bildern selbst gerechnet – nie gefiltert – und gegen die Hersteller-ADC geprüft. Weicht sie ab, steht eine Warnung da; still geheilt wird nichts.
  5. 5
    KI-HerdsucheDas eigene Herdnetz liest T2, ADC und Diffusion mit je fünf Nachbarschichten und markiert verdächtige Areale.
    bestätigt: roter Umriss.
    nicht bestätigt: oranger Umriss – bitte prüfen.
  6. 6
    EinstufungJeder KI-Herd trägt die PI-RADS-2.1-Kategorie und die Messwerte des Regelherds an derselben Stelle – nach einer eigenen, offengelegten Operationalisierung.
  7. 7
    Stimmt das Ergebnis?Das Urteil bleibt beim Menschen – jede Korrektur wirkt sofort in Bild, Herdliste, 3D und Befund.
    ja: weiter zum Befund.
    nein: korrigieren – das Programm merkt es sich.
  8. 8
    Befund und PunktionsplanungEin Befund als HTML-Datei mit Herdtabelle, Beurteilung, PSA-Dichte und eingebetteter 3D-Darstellung – wahlweise Word oder LibreOffice. Von dort geht es in die Fusionsbiopsie-Simulation.

Jeder Zwischenstand ist sichtbar und änderbar – Kontur, Herde, Umrisse. Das Programm trifft keine Entscheidung, es bereitet sie vor.

Video – eine Auswertung Schritt für Schritt

Ein frei verfügbarer Fall aus PROSTATEx: Laden, KI-Kontur, Diffusion und ADC, KI-Herdsuche, PI-RADS-Einstufung, drei Ebenen, Prüfen und Korrigieren, Befund und 3D bis zur Fusionsbiopsie am Modell.

Mit Sprecherin – eine synthetische Stimme erklärt jede Station (erzeugt lokal mit Chatterbox von Resemble AI, MIT-Lizenz; Stimmvorlage „Kerstin“, CC0). Gezeigt: der frei verfügbare Fall ProstateX-0319 (PROSTATEx, The Cancer Imaging Archive, CC BY 3.0). 28 MB, lädt erst beim Abspielen.

Funktionen & Technik – Was die Anwendung kann, wie sie gebaut ist

Kompakt nach Themen – die vollständige Betriebsanleitung steckt in der Anwendung, Methoden und Schwellen stehen in der technischen Dokumentation.

Import & Prüfung

Ordner, DICOM-Datei oder ZIP (auch verschachtelt) per Drag & Drop, herstellerunabhängig. Erkannt werden T2 in allen Ebenen, die Diffusion mit ihren b-Werten, die Hersteller-ADC und die Kontrastmittel-Dynamik. Fehlen Schichten, meldet das die Kopfzeile sofort; Sequenzqualität, Geometrie und Vollständigkeit stehen in einem eigenen Analysebericht.

KI-Kontur & Drüsennetz

prostate158 umfährt die Drüse, das eigene Drüsennetz verfeinert Rand und Zonengrenze. Angezeigt wird eine glatte Umrandung; korrigiert wird mit wenigen Griffen je Schicht. Jede Handkorrektur wird als namenloses Lernbeispiel auf dem Rechner abgelegt.

Diffusion & ADC

Ohne Filter und ohne Interpolation auf das T2-Gitter gebracht und ausgerichtet. Die ADC entsteht nur aus den gemessenen b-Bildern (gewichteter log-linearer Fit) und wird nach jeder Berechnung gegen die Hersteller-ADC geprüft – Abweichungen werden benannt, nie still korrigiert.

KI-Herdsuche

Ein eigenes Herdnetz aus T2, ADC und Diffusion markiert verdächtige Areale; rot = bestätigt, orange = bitte prüfen. Jeder Herd trägt seine PI-RADS-2.1-Einstufung – mehr unter Herdanalyse.

Korrigieren & Nachlernen

Rechtsklick auf einen Herd: richtig, falsch, übersehen – oder Umriss und Größe ändern, mit Mausrad und Griffen wie bei der Prostata. Die Korrektur wirkt sofort und bleibt als Lernbeispiel nur auf dem Rechner. Ein nachgelerntes Netz wird nur übernommen, wenn es eine strenge Prüfung besteht.

Multiplanar & Out-of-plane

Axial, sagittal und coronal aus den echten Serien, mit gekoppeltem Fokus und allen Herden; daneben ADC, Diffusion und DCE. Experimentell: die drei Ebenen frei kippen – jede schräge Schnittebene der ganzen Prostata, jede Ebene nur aus ihrer eigenen gemessenen Serie.

Anzeige: Superauflösung & weiches Blättern

Nur für die Darstellung: T2 und DCE werden per Real-ESRGAN hochgerechnet, beim Blättern entstehen KI-Zwischenbilder (RIFE). ADC und Diffusion bleiben bewusst ohne – Zwischenbilder sind keine gemessene Anatomie. Warum: Positionspapier.

Befund

Eine HTML-Datei: Herdtabelle mit Begründung, Beurteilung, PSA-Feld mit sofort gerechneter PSA-Dichte, eingebettete drehbare 3D-Darstellung und aufklappbarer technischer Anhang – wahlweise als Word- oder LibreOffice-Dokument. Abgelegt mit Patientenname und Datum im Ordner „Reports“.

Laufzeit, Daten & Entstehung

Eigenständige Windows-Anwendung; die Auswertung läuft offline, ohne Cloud und ohne Telemetrie – Bilddaten verlassen den Rechner nicht. Geschrieben in Python von einem Fachexperten mit dem agentischen Programmierassistenten Claude Code (Anthropic); Programm, Hilfe, Befund und Installer auf Deutsch und Englisch.

Rotierende 3D-Darstellung der Prostata mit Herden (synthetische Testdaten)
3D-Darstellung aus dem Herdbefund: Basis oben, Apex unten, re/li und ventral/dorsal drehen mit; darunter die feststehende Legende der Prostata-Drittel – synthetische Testdaten

KI-Modelle & Lizenzen

Kontur: „Models for Prostate158“ von Keno Bressem (Charité – Universitätsmedizin Berlin), doi:10.5281/zenodo.6397057, Lizenz CC BY 4.0; Adams LC et al., Comput Biol Med 2022;148:105817.

Drüsen- und Herdnetz: eigene Netze, trainiert an PROSTATEx (Litjens et al., The Cancer Imaging Archive, DOI 10.7937/K9TCIA.2017.MURS5CL, CC BY 3.0) mit den Umrandungen von Cuocolo R et al., Eur J Radiol 2021;138:109647 (CC BY 4.0).

Alle weiteren Fremdkomponenten: Datei Drittanbieter-Lizenzen.txt jeder Installation.

Zum Nachlesen

Herdanalyse – KI-Herdsuche mit PI-RADS-2.1-Einstufung

Zwei Wege arbeiten zusammen: Ein gelerntes Herdnetz findet die Herde, offengelegte Regeln stufen sie nach PI-RADS 2.1 ein. Die Regeln wurden im Dialog erarbeitet – zuerst radiologisch festgelegt, was einen verdächtigen Herd ausmacht, dann mit Claude Code übersetzt, wie sich das in berechenbare Schwellen fassen lässt. Referenz ist das offizielle Dokument des American College of Radiology (PI-RADS v2.1, PDF); die festen Schwellen sind eine eigene Operationalisierung der qualitativ formulierten Kriterien und stehen so nicht im ACR-Dokument.

KI-Herdsuche

  1. Herdnetz: ein 2,5D-U-Netz liest T2, ADC und Diffusion mit je fünf Nachbarschichten und gibt je Pixel eine Herdwahrscheinlichkeit aus; trainiert an den öffentlichen PROSTATEx-Daten.
  2. Bestätigung: ein Diffusionscluster (niedrige ADC und helle Diffusion über mindestens zwei Schichten) oder ein PI-RADS-Regelherd ab Kategorie 4 im Abstand bis 5 mm – dann rot, sonst orange. Ab 99,5 % gilt ein Herd auch ohne zweites Signal als bestätigt.
  3. Nur KI-Herde (ab Werk): Bild, Herdliste, 3D und Befund zeigen nur die KI-Herde; Regelherde, Cluster und PI-RADS-3-Areale rechnen im Hintergrund weiter. Umschaltbar auf alle Herde nach PI-RADS.
Diffusion hoch ADC niedrig T2 hypointens Harter Kern (= Herd-Kandidat, danach Kategorie 2–5)
Nur die Schnittmenge aller drei Kriterien gilt als Herd-Kern – schematisch

PI-RADS-2.1-Einstufung (Regeln)

  1. Merkmale: deutliche Diffusionsrestriktion, fokal erniedrigte ADC, T2-hypointenses Areal, rundliche Form und plausible Größe – erst ihr Zusammentreffen macht ein Areal verdächtig.
  2. Messgrößen je Herd: DWI-Säule, ADC-Kern (10. Perzentil) und T2-Kontrast, relativ zur Prostata und – mit der Zonenkarte – zur eigenen Zone.
  3. Kategorie: DWI 5 bei ADC-Kern ≤ 750 und ≥ 15 mm oder Kapselüberschreitung, DWI 4 bei ≤ 900; T2 4 ab 30 % Kontrast. Periphere Zone: DWI entscheidet, bei 3 die DCE; Transitionalzone: T2 entscheidet, T2 3 wird durch DWI 5 zur 4.
  4. Zuordnung: der KI-Herd übernimmt Kategorie und Messwerte des Regelherds im Umkreis von 5 mm, sonst steht „ohne PI-RADS-Einstufung“.
RotKI-Herd, bestätigt
OrangeKI-Herd, nicht bestätigt – bitte prüfen
Grau, dünnvom Arzt verworfen
GelbUmriss in Bearbeitung
Weiß / gelbnur im Modus „alle Herde nach PI-RADS“: Kategorie 5 / 4
Alle Schwellen im Detail: technische Dokumentation – Kapitel 2.7 (Herdsuche), 2.8 (Kategorisierung) und Anhang A (Parameter): Technischer Ablauf.
Fusionsbiopsie-Simulation – Vom Befund zur Punktionsplanung

Der Befund sagt, wo ein Herd liegt; die Simulation zeigt, wie ihn die Nadel erreicht. Sie überträgt die Herde aus dem MRT in die Geometrie des Ultraschalls, legt eine virtuelle Sonde an die Prostata und zeigt den Schnitt, wie er am Gerät erscheinen würde – im Browser, mit Zielwerten je Herd. So lässt sich vorab am Modell durchspielen, ob ein Herd mit einem bestimmten Gerät und seiner Nadelführung erreichbar wäre.

Was die Simulation zeigt

  • 3D-Bildfeld: Prostata, Herde als halbtransparente Volumen mit Rangnummer und die Sonde als gerenderter 3D-Körper samt Schallebene und Punktionslinie – mit der Maus frei drehbar.
  • Ultraschall-Bildfeld: Sektor mit Kapsel, Herden, cm-Skala und Maßlinien; End-fire oder Side-fire/Biplan. Die Sonde wird in beiden Bildfeldern gleich geführt – schieben und drehen wie am Gerät.
  • Nadelführung und Zielwerte: fiktive Führung und virtuelle Punktion mit 2-cm-Stanzzylinder; je Herd Einschubtiefe ab Apex, Rotation, Uhrzeit, Abstand und Nadelweg.
  • Transrektal oder transperineal: transperineal läuft die Nadel vom Perineum parallel zur Sondenachse.
  • Sonden von 11 Herstellern (BK, Hitachi/Fujifilm, Philips, GE, Siemens, Canon, Esaote, Mindray, Samsung, Koelis, ExactVu) mit typischen Nadelführungswinkeln; eigene Winkel möglich, eigene Modelle statt Produktfotos.
Bedienung der 3D-Grafik im Wortlaut
  • Label am oberen Rand der 3D-Grafik: erscheint, sobald die Maus an den oberen Rand kommt, und enthält Titel, Bedienhinweis und Legende. Die Beschriftung unter der Maus (Basis, Apex, rechts, links, ventral, dorsal) ist farbig unterlegt, die Pfeilknöpfe der Sonde im 3D- und US-Bild invertieren beim Hovern genauso. Ein Klick auf einen Herd im 3D-Bild oder im US-Bild wählt ihn für die Punktion und dreht die 3D-Ansicht so, dass er dem Betrachter zugewandt in der Bildmitte liegt. Der Hinweis lautet wörtlich: „Mit der Maus ziehen zum Drehen, Mausrad zum Zoomen; Strg + linke Maustaste = Prostata im Raum verschieben; Klick auf eine Beschriftung (Basis, Apex, rechts, links, ventral, dorsal) dreht die Ansicht dorthin. Herde als halbtransparente Volumen.“ In der Simulation kommt dazu: „Linke Maustaste auf dem Transducer: Maus entlang des Transducers bewegen = Translation, Maus im rechten Winkel zum Transducer bewegen = Rotation.“ Darunter steht die Legende der Prostata-Drittel (oberes, mittleres, unteres Drittel) in den Farben der Schichtkonturen – sie ist aus dem Fußstreifen dorthin gewandert. Der Fußstreifen unter der 3D-Grafik trägt nur noch den Knopf mit Würfel- und Ultraschall-Symbol (3D / 3D US, ohne Beschriftung – der Tooltip nennt die Ansicht, die der Klick bringt), bei aktivem Zoom oder verschobener Grafik einen Lupen-Chip „1:1“, der Zoom und Verschiebung zurücksetzt, sowie Reset und Beenden.

Punktionslage: der Lagerungswechsel zählt

Das MRT entsteht in Rückenlage, die Biopsie in Steinschnitt- oder Seitenlage – und der Sondendruck verformt die Drüse. Die Simulation repositioniert die Prostata starr um ihre Mitte (Kippung, Seitneigung, Verlagerung, Kompression); Sondenlage, Schnittbilder und Zielwerte folgen der gewählten Lage.

LageKippungseitlichKompression
Rückenlage (MRT)0°0 mm0 %
Steinschnittlage10°0 mm10 %
Linke / rechte Seitenlage8°3 mm zur Liegeseite8 %

Näherungswerte aus der Literatur zur MR/TRUS-Fusion, keine Patientenmessung – alle Werte lassen sich anpassen.

Zielwerte statt Bauchgefühl

Einschubtiefe, Rotation und Nadelweg je Herd als Zahlen, direkt aus der MRT-Geometrie; der Lagerungseffekt wird sichtbar statt stillschweigend ignoriert.

Erreichbarkeit vorab geklärt

Man sieht, ob ein Herd mit dem eigenen Ultraschallgerät und seiner Nadelführung erreichbar wäre – oder nicht. Herstellerübergreifend und auch ohne Fusionsgerät.

Lehre und Einschulung

Ein Browser genügt: Sondenführung, Ebenenwahl, transrektaler und transperinealer Zugang und die Punktion lassen sich beliebig oft am Beispiel üben – mit derselben Herdnummerierung wie im Befund.

Synthetische Testdaten (drei fiktive Herde, kein Patientenbezug), öffnet in einem neuen Tab; aus der Anwendung startet dieselbe Simulation mit den Herden des aktuellen Befunds. Schematisch: Sondenlage aus der Kontur geschätzt, keine Gewebeverformung, keine Bildregistrierung – eine Orientierungshilfe, kein Navigationssystem. Herleitung: technische Dokumentation, Kapitel 2.5 und 2.11.

Demo anfordern – persönlich freigegeben

Die Demo wird nicht offen zum Herunterladen angeboten, sondern persönlich freigegeben. Bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse – danach steht der Download sofort bereit.

  • Formular abschicken
    Sie bekommen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink; er gilt 48 Stunden. Ohne Bestätigung wird Ihr Eintrag nach wenigen Tagen automatisch gelöscht.
  • Adresse bestätigen
    Der Link führt direkt zum Download; dieselbe Nachricht enthält die SHA-256-Prüfsumme zum Vergleichen. Der Download-Link ist persönlich, gilt 14 Tage und lässt sich jederzeit zurückziehen.
  • Freischalten
    Beim ersten Laden einer Untersuchung fragt das Programm einen Freischaltschlüssel für genau Ihren Rechner an. Den erzeuge ich einzeln und schicke ihn per E-Mail – ohne ihn lädt das Programm keine Untersuchung. Die Freischaltung gilt drei Monate und wird auf dieselbe Weise verlängert.
Gespeichert werden Name, E-Mail-Adresse, Ihre freiwilligen Angaben und der Zeitpunkt der Bestätigung – nur für die Bereitstellung der Demo und für Rückfragen. Keine Weitergabe, kein Tracking, kein Formulardienst eines Drittanbieters. Jede Nachricht enthält einen Link, mit dem Sie Ihre Angaben selbst löschen können. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Installation & Freischaltung – Schritt für Schritt

Die Demo ist in wenigen Minuten installiert – ohne Adminrechte, ohne Registrierungs- oder Umgebungseinträge, alles liegt im gewählten Ordner. Dazu gehört die Freischaltung des Rechners beim ersten Laden einer Untersuchung; nach demselben Zwei-Schlüssel-Prinzip werden später auch die 30 PIRADS-Berechnungen der Demo und eine erneute Installation freigeschaltet.

  1. Demo anfragen Über das Anforderungsformular: E-Mail-Adresse bestätigen, danach steht der persönliche Download-Link sofort bereit. Sie erhalten die selbstentpackende Datei Prostate_Commander_Open.exe oder das ZIP-Paket Prostate_Commander_open.zip. Voraussetzungen: Windows 64 Bit, freier Platz für das Programm und – mit KI-Umgebung – zusätzlich 2–3 GB (GPU-Variante ca. 3 GB Download); eine NVIDIA-Grafikkarte ist optional. Internetzugang wird gebraucht: für den Bezug der Demo, für die KI-Bibliotheken während der Installation und für die Freischaltung per E-Mail. Die Auswertung selbst läuft danach offline – Bilddaten verlassen den Rechner nie. Installieren und testen Sie bitte nur auf einem privaten Rechner mit offenem Internetzugang, nicht im Klinik- oder Firmennetz.
  2. Installer starten Doppelklick auf Prostate_Commander_Open.exe: die Datei entpackt sich in einen temporären Ordner (Startbild) und öffnet sofort den Installer – oder das ZIP entpacken und install_run_seg_open.exe starten. Keine Adminrechte nötig; die Sprache (Deutsch/Englisch) ist oben rechts umschaltbar.
    Details
    • Windows SmartScreen meldet die Datei als unbekannt, weil sie nicht signiert ist (ein Code-Signing-Zertifikat ist für den Piloten nicht vorgesehen). Installieren Sie nur die Datei, die Sie direkt vom Lizenzgeber erhalten haben, und vergleichen Sie vorher die SHA-256-Prüfsumme weiter unten mit der Ihrer Datei.
    • Der temporäre Ordner wird nach dem Schließen des Installers automatisch wieder aufgeräumt.
  3. Nutzungsbedingungen lesen und bestätigen Der Installer zeigt die Nutzungsbedingungen der Demo (vollständiger Text auch unter Lizenztexte). Erst der Haken „Ich habe die Lizenzvereinbarung bzw. Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere sie ohne Einschränkung“ gibt die Installation frei; der Text wird in den Installationsordner geschrieben.
  4. Ordner und Optionen wählen Installationsordner: Standard C:\Prostate Commander, frei wählbar, wird angelegt (kurzer Pfad empfohlen – die KI-Umgebung legt tief verschachtelte Dateien an, Windows begrenzt Pfade auf 260 Zeichen). Desktop-Verknüpfung (Standard an) und Startmenü-Verknüpfung (Standard aus) sind reine .lnk-Dateien. KI-Umgebung einrichten (Standard an): torch + monai, 2–3 GB, im Installationsordner – ein vorhandenes Python wird genutzt, sonst eine eigene Umgebung, sonst das eingebettete Python 3.12 (Option, ca. 11 MB, ohne Installer). KI-Version: GPU (CUDA) bei erkannter NVIDIA-Karte (ca. 3 GB Download) oder nur CPU (Superauflösung fest x4v3, keine Zwischenbilder) – später durch erneutes Ausführen des Installers änderbar.
    Details
    • Ohne KI-Umgebung läuft alles außer der KI-Konturierung; Konturen können dann von Hand gezeichnet werden.
    • Jede Option erklärt sich beim Zeigen mit der Maus (Tooltip).
  5. „Installation starten“ drücken Die Schrittliste ist von Anfang an sichtbar: Programmdateien kopieren → Lizenztexte und Verknüpfungen → KI-Python bereitstellen → torch und KI-Pakete installieren → Vorbereitung (Selbsttest, KI-Erstlauf) → Abschluss; das Protokoll ist aufklappbar. Danach „Programm starten“ oder später die Desktop-Verknüpfung Prostate Commander Open 1.0 bzw. <Installationsordner>\run_seg.exe.
    Details
    • Ist im Zielordner schon eine Installation, fragt der Installer, ob sie ersetzt werden soll – Arbeitsordner, KI-Umgebung und Einstellungen bleiben erhalten.
    • Prostate Commander wird auf einem Rechner nur einmal installiert (signierte Markendatei unter %LOCALAPPDATA%\deepnet und %ProgramData%\deepnet); eine erneute Installation verlangt einen Freischaltschlüssel – siehe Schritt 7.
  6. Erster Start: Rechner freischalten (Zwei-Schlüssel-Prinzip) Der Eingangsschirm zeigt FREISCHALTUNG ERFORDERLICH mit einem Anforderungscode; ein Klick auf diese Karte oder auf „Daten“ öffnet den Freischaltdialog. Dort: (1) Ihre E-Mail-Adresse prüfen und „Markendatei senden“ – die Markendatei geht automatisch an den Lizenzgeber; geht das nicht, öffnet sich Ihr Mailprogramm mit der Datei als Anhang (notfalls von Hand: „E-Mail vorbereiten“, „Markendatei anzeigen“). (2) Der Lizenzgeber signiert aus der Markendatei mit seinem privaten Schlüssel einen Freischaltschlüssel (RSA-2048) und schickt ihn an die angegebene Adresse. (3) Den Schlüssel in das Feld einfügen (oder „Schlüssel aus Datei …“) und OK – Meldung „Programm freigeschaltet“, ab jetzt lassen sich Untersuchungen laden.
    Details
    • Das Programm prüft den Schlüssel mit dem eingebauten öffentlichen Schlüssel – ohne Internetverbindung, ohne Konto. Jeder Schlüssel gilt für genau diesen Rechner.
    • Die Freischaltung gilt drei Monate. Vierzehn Tage vor Ablauf weist das Programm darauf hin; danach zeigt der Eingangsschirm „FREISCHALTUNG ABGELAUFEN“. Die Verlängerung läuft genauso wie die erste Freischaltung: Markendatei senden, neuen Schlüssel einfügen. Bereits ausgewertete Untersuchungen und alle Einstellungen bleiben unberührt.
    • Wird ein Schlüssel abgelehnt, nennt der Dialog den Grund. Die ganze E-Mail darf eingefügt werden – der Schlüssel wird herausgelöst.
    • Beim Senden gehen Ihre E-Mail-Adresse, der Anforderungscode, die Sprache, der Windows-Rechnername und die Markendatei an den Lizenzserver. Die Markendatei enthält nur Verwaltungsangaben (Zweck, einen aus der Rechnerkennung abgeleiteten Wert, Zählerstand, Ablaufdatum, Zeitstempel, Prüfsignatur) – keine Patientendaten, keine Bilder. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
  7. Erneut freischalten: 30 PIRADS-Berechnungen oder erneute Installation Sind die 30 PIRADS-Berechnungen der Demo verbraucht, meldet das Programm das Limit; am Eingangsschirm (ohne geladene Untersuchung) öffnet ein Klick auf die Zeile „Freischaltung: Anforderungscode …“ (oder Strg+Umschalt+R) denselben Freischaltdialog – Markendatei senden, Schlüssel einfügen, der Zähler steht wieder auf 30. Genauso beim Installer: meldet er „Bereits installiert“, wird die erneute Installation mit einem Freischaltschlüssel des Lizenzgebers freigegeben.
    Details
    • Der Anforderungscode am Eingangsschirm nennt immer den aktuellen Stand; der Schlüssel passt nur zu diesem Code.
SHA-256-Prüfsummen der aktuellen Dateien

Die Dateien sind nicht signiert. Prüfen Sie stattdessen die Prüfsumme: in PowerShell Get-FileHash .\Prostate_Commander_Open.exe -Algorithm SHA256 – der ausgegebene Wert muss mit dem hier angegebenen übereinstimmen. Stimmt er nicht, die Datei nicht ausführen.

DateiGrößeStandSHA-256
Prostate_Commander_Open.exe549 MB14.10.2026303d8225c0f93006bb10e9bdd9c200f96721ce2e7338075711b3d61a8074db74
Prostate_Commander_open.zip614 MB14.10.20262cf98c2a60fe84d43a514275cf866a91d2d64ebe66553523801342df675c0e9c
Kurzfassung: EXE starten → Nutzungsbedingungen bestätigen → Ordner/Optionen → „Installation starten“ → beim ersten Start Markendatei senden und Freischaltschlüssel einfügen. Fragen zur Installation: Kontaktformular; was der Installer genau tut und lässt: Lizenz & Installation.
Lizenz – Nutzungsbedingungen und Lizenzvereinbarung

Beide Texte liegen jeder Installation bei; der Installer zeigt den geltenden Text und verlangt die Zustimmung. Volltexte: Lizenztexte.

Nutzungsbedingungen der Demo

Kostenlos und nur zur Erprobung, 30 PIRADS-Berechnungen je Rechner; kein Medizinprodukt – nicht für Diagnostik, Therapieentscheidung oder Patientenversorgung. Installieren und testen bitte nur auf einem privaten Rechner.

Lizenzvereinbarung der vollständigen Anwendung

So, wie sie aus einem Projekt an den Auftraggeber übergeht: ausschließlich an Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, ein Arbeitsplatz je Lizenz, Versionsreihe 1.x, keine Weitergabe, kein Reverse Engineering. Überlassung „wie besehen“, Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, österreichisches Recht.

Häufige Fragen – Zum Pilotprojekt
Ist Prostate Commander ein Medizinprodukt

Nein. Es ist ein Forschungs- und Entwicklungswerkzeug ohne CE-Kennzeichnung – vollständig arbeitsfähig, aber nur als Nachweis der Entwicklungsleistung gedacht. Es liefert prüfbare Vorschläge und ersetzt keine ärztliche Beurteilung; Einzelheiten unter Rechtlicher Status.

Welche Sequenzen braucht die Demo

Eine axiale T2-Serie ist Pflicht. Für die Herdsuche werden Diffusionsserien mit mindestens zwei b-Werten benötigt; sagittale und coronale T2 verbessern die Multiplanar-Ansicht (fehlen sie, wird aus der axialen reformatiert). Eine axiale T1-Kontrastmittel-Dynamik wird, wenn vorhanden, für die DCE-Bewertung genutzt.

Lernt das Programm aus meinen Korrekturen

Jede Korrektur – an der Kontur wie am Herd – wird als namenloses Lernbeispiel nur auf Ihrem Rechner abgelegt. Daraus lassen sich die Netze mit einem eigenen Werkzeug nachlernen; ein neues Netz wird nur übernommen, wenn es eine strenge Prüfung besteht, das alte bleibt gesichert. Nichts davon verlässt den Rechner.

Wo landet der Befund

Als HTML-Datei mit Patientenname und Datum im Ordner „Reports“ des Programms – ein zweiter Befund am selben Tag bekommt eine eigene Datei, nichts wird überschrieben. Per Rechtsklick auf „Report“ lässt sich auch Word oder LibreOffice Writer wählen.

Was bewirken Superauflösung und weiches Blättern

Beides betrifft nur die Anzeige: Real-ESRGAN rechnet T2 und DCE hoch, RIFE erzeugt beim Blättern Zwischenbilder, Kontur und Herde gleiten mit. Messwerte, Herdsuche, Segmentierung und Befund arbeiten immer mit den Originaldaten; ADC und Diffusion bleiben ohne Superauflösung.

Gibt es Hilfen direkt in der Anwendung

Ja. Jeder Knopf zeigt beim Überfahren einen Kurzhinweis mit Funktion und Taste; F12 schaltet diese Hinweise aus und ein, F1 öffnet die vollständige Hilfe. Auch in der Simulation erklärt sich jedes Bedienelement selbst.

Kann ich die Fusionsbiopsie-Simulation ausprobieren

Ja – direkt im Browser mit synthetischen Testdaten: Simulation starten. In der Anwendung öffnet sich dieselbe Simulation mit den Herden des aktuellen Befunds.

Werden Daten ins Internet übertragen

Die Auswertung arbeitet offline: keine Cloud, keine Telemetrie, Bilddaten verlassen den Rechner nie. Internet braucht es nur für den Bezug der Demo, für die KI-Bibliotheken bei der Installation und für die Freischaltung, bei der eine kleine Markendatei und Ihre E-Mail-Adresse an den Lizenzgeber gehen – keine Bild- oder Patientendaten. Diese Website setzt keine Cookies und kein Tracking ein.

Noch offene Fragen? Über das Kontaktformular erreichen Sie mich direkt.

Übertragbar – Was das für Ihr Fachgebiet bedeutet

Dieselbe Methode

Fachwissen wird im Gespräch in Software übersetzt – Radiologie und Urologie waren hier nur der Anlass. Technik, Labor, Verwaltung, Handel: dieselbe Schleife.

Derselbe Lieferumfang

Nicht nur Code: Tests, Hilfe in zwei Sprachen, Befunde, Installer ohne Systemeinträge, Lizenztexte und Website entstehen im selben Prozess – und auf Wunsch eigene, lernende KI.

Derselbe Zeitrahmen

Erste lauffähige Teilstände in Tagen, eine vollständige Fachanwendung in Wochen – der Pilot brauchte zwei.

Aus derselben Arbeitsweise sind inzwischen auch die KI Reporter entstanden – der RAD Reporter für die radiologische Befundung und der IUCOM Reporter für rechtliche Voranalysen.